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Sicherheitsschuhe für Gastronomie und Großküchen – Zehenschutz und Rutschhemmung im Vergleich

In der Gastronomie und in Großküchen müssen Mitarbeiter täglich unter anspruchsvollen Bedingungen arbeiten. Enge Laufwege, schwere Küchengeräte, heiße Behälter und häufig feuchte oder fettige Böden gehören zum normalen Arbeitsalltag. Geeignete Sicherheitsschuhe können dabei helfen, bestimmte Gefahren zu reduzieren und den Tragekomfort während langer Arbeitsschichten zu verbessern.

Besonders wichtig sind zwei Eigenschaften: der Zehenschutz und die Rutschhemmung. Während eine Zehenschutzkappe vor bestimmten mechanischen Einwirkungen schützt, unterstützt eine geeignete Laufsohle die Bodenhaftung. Beide Funktionen erfüllen unterschiedliche Aufgaben und sollten entsprechend den tatsächlichen Arbeitsbedingungen ausgewählt werden.

Warum sind Sicherheitsschuhe in Gastronomie und Großküchen wichtig?

In professionellen Küchen werden regelmäßig schwere Töpfe, Bleche, Lebensmittelbehälter und andere Arbeitsgeräte transportiert. Wenn solche Gegenstände herunterfallen, können sie die Füße verletzen. Gleichzeitig können Wasser, Öl, Fett und Speisereste die Bodenhaftung beeinträchtigen.

Sicherheitsschuhe bieten je nach Schutzklasse verschiedene Eigenschaften, die auf solche Belastungen abgestimmt sind. Sie sind jedoch kein Ersatz für sichere Arbeitsabläufe, saubere Böden und eine sorgfältige Organisation der Arbeitsbereiche.

Die Auswahl sollte deshalb auf einer Gefährdungsbeurteilung basieren. Dabei werden die Tätigkeiten, die vorhandenen Gefahren und die erforderlichen Schutzfunktionen berücksichtigt.

Zehenschutz: Welche Bedeutung hat die Schutzkappe?

Eine Zehenschutzkappe ist ein wesentliches Merkmal von Sicherheitsschuhen nach EN ISO 20345. Sie schützt den vorderen Fußbereich vor bestimmten mechanischen Belastungen, beispielsweise durch herabfallende Gegenstände oder Stöße.

In Großküchen kann dieser Schutz besonders relevant sein, wenn Mitarbeiter schwere Behälter bewegen, mit großen Küchengeräten arbeiten oder regelmäßig Waren transportieren.

Unterschiedliche Schutzklassen

Je nach Arbeitsumgebung kommen verschiedene Schutzklassen infrage:

  • S1: Grundlegende Sicherheitseigenschaften einschließlich Zehenschutzkappe, geschlossenem Fersenbereich, antistatischen Eigenschaften und Energieaufnahme im Fersenbereich.
  • S2: Bietet die Eigenschaften von S1 und zusätzlich ein wasserabweisendes Obermaterial. Das Material ist dadurch nicht automatisch wasserdicht.
  • S3: Umfasst zusätzliche Eigenschaften wie einen Durchtrittschutz und eine profilierte Laufsohle.

Welche Schutzklasse erforderlich ist, hängt von den konkreten Gefahren ab. Wenn beispielsweise die Gefahr besteht, dass spitze Gegenstände den Schuhboden durchdringen, muss ein entsprechender Durchtrittschutz berücksichtigt werden.

Rutschhemmung: Sicherer Halt auf Küchenböden

In Küchen können Böden durch Wasser, Öl, Fett oder Lebensmittelreste rutschig werden. Eine geeignete Laufsohle ist deshalb ein wichtiges Auswahlkriterium. Wer Wert auf ein einheitliches Erscheinungsbild legt, kann passende Arbeitsschuhe weiß für das Küchenteam auswählen.

Die Rutschhemmung hängt von verschiedenen Faktoren ab. Dazu gehören das Sohlenmaterial, die Profilgestaltung, die Bodenoberfläche und die Art der Verschmutzung.

SR und SRC richtig einordnen

Bei Sicherheitsschuhen nach EN ISO 20345:2022 steht die Kennzeichnung SR für eine zusätzliche Rutschhemmungsprüfung unter festgelegten Bedingungen. Die Bezeichnung SRC stammt aus einer älteren Normfassung und kann bei älteren Schuhmodellen vorkommen.

Eine solche Kennzeichnung bestätigt bestimmte Prüfeigenschaften, bedeutet aber nicht, dass ein Schuh auf jedem Küchenboden und bei jeder Art von Verschmutzung vollkommen rutschsicher ist.

Schuppen- und Lamellenprofile

Auch die Form der Laufsohle spielt eine wichtige Rolle. Lamellenprofile besitzen schmale Einschnitte, während Schuppenprofile aus speziell angeordneten Profilsegmenten bestehen. Beide Konstruktionen können dabei helfen, Flüssigkeitsfilme unter der Sohle zu verdrängen.

Für den Einsatz in der Gastronomie sollten neben dem Profil auch die Reinigungsfähigkeit und die Widerstandsfähigkeit der Laufsohle berücksichtigt werden.

Zehenschutz und Rutschhemmung im direkten Vergleich

Beide Eigenschaften tragen zur Sicherheit bei, erfüllen aber unterschiedliche Funktionen.

Eigenschaft Zehenschutz Rutschhemmung
Hauptfunktion Schutz vor bestimmten Stößen und Druckbelastungen Unterstützung der Bodenhaftung
Wichtiger Einsatzbereich Transport schwerer Gegenstände und Küchengeräte Feuchte, fettige oder glatte Böden
Entscheidendes Merkmal Zehenschutzkappe und Schutzklasse Sohlenmaterial und Profil
Auswahlgrundlage Mechanische Gefährdung Bodenbeschaffenheit und Verschmutzung

Für viele gastronomische Arbeitsplätze sind beide Eigenschaften relevant. Welche Kombination tatsächlich benötigt wird, muss jedoch anhand der jeweiligen Tätigkeiten und Gefahren beurteilt werden.

Weitere wichtige Eigenschaften für den Küchenalltag

Neben Zehenschutz und Rutschhemmung sollten auch Komfort und Pflege berücksichtigt werden. Küchenpersonal steht häufig über mehrere Stunden und bewegt sich zwischen verschiedenen Arbeitsbereichen. Eine gute Passform, ausreichende Zehenfreiheit und eine angenehme Dämpfung können den Tragekomfort unterstützen.

Auch das Obermaterial sollte zur Umgebung passen. Wasserabweisende Materialien können bei kurzfristigem Kontakt mit Feuchtigkeit Vorteile bieten. Bei dauerhaftem Wasserkontakt sind die jeweiligen Herstellerangaben besonders wichtig.

Pflegeleichte Oberflächen erleichtern die regelmäßige Reinigung. Reinigungs- und Desinfektionsmittel sollten allerdings nur verwendet werden, wenn sie für das jeweilige Material freigegeben sind.

Häufig gestellte Fragen

1. Welche Sicherheitsschuhe eignen sich für die Gastronomie?

Das hängt von den Arbeitsbedingungen ab. Für Tätigkeiten mit mechanischen Gefahren können Sicherheitsschuhe mit Zehenschutzkappe erforderlich sein. In Bereichen mit feuchten oder fettigen Böden sollte zusätzlich auf eine geeignete Rutschhemmung geachtet werden.

2. Sind S2-Sicherheitsschuhe für Großküchen geeignet?

S2-Sicherheitsschuhe besitzen eine Zehenschutzkappe und ein wasserabweisendes Obermaterial. Sie können für bestimmte Küchenbereiche geeignet sein, wenn diese Eigenschaften den Anforderungen entsprechen. Bei Durchtrittgefahren oder dauerhaftem Wasserkontakt können zusätzliche beziehungsweise andere Eigenschaften notwendig sein.

3. Was bedeutet die Kennzeichnung SR?

SR bezeichnet bei Sicherheitsschuhen nach EN ISO 20345:2022 eine zusätzliche Rutschhemmungsprüfung unter definierten Bedingungen. Die Kennzeichnung liefert einen Hinweis auf geprüfte Eigenschaften, garantiert aber keinen sicheren Halt auf sämtlichen Bodenarten und Verschmutzungen.

4. Was ist der Unterschied zwischen SR und SRC?

SR gehört zur neueren Normfassung EN ISO 20345:2022. SRC ist eine ältere Kennzeichnung für Rutschhemmung. Bei der Auswahl sollte deshalb berücksichtigt werden, nach welcher Norm das jeweilige Schuhmodell geprüft wurde.

5. Sind Schuhe ohne Zehenschutzkappe für Küchenpersonal ausreichend?

Berufsschuhe nach EN ISO 20347 besitzen keine vorgeschriebene Zehenschutzkappe. Sie können verwendet werden, wenn die Gefährdungsbeurteilung keinen Zehenschutz verlangt. Bei möglichen Belastungen durch herabfallende Gegenstände sind dagegen geeignete Sicherheitsschuhe zu berücksichtigen.

6. Welches Sohlenprofil ist für fettige Küchenböden sinnvoll?

Lamellen- und Schuppenprofile können durch ihre besondere Gestaltung dabei helfen, Flüssigkeitsfilme zu verdrängen. Die tatsächliche Eignung hängt jedoch von der gesamten Sohlenkonstruktion und den jeweiligen Einsatzbedingungen ab. Auch regelmäßige Reinigung ist wichtig.

7. Sind wasserabweisende Sicherheitsschuhe wasserdicht?

Nein. Wasserabweisendes Obermaterial bietet Schutz bei bestimmten Formen von Feuchtigkeitskontakt, ist aber nicht automatisch wasserdicht. Bei längerer oder intensiver Nässe sollte die konkrete Eignung anhand der Herstellerangaben geprüft werden.

8. Wie oft sollten Sicherheitsschuhe kontrolliert werden?

Die Schuhe sollten regelmäßig auf abgenutzte Profile, Risse, beschädigte Nähte und andere Veränderungen überprüft werden. Bei sichtbaren Schäden oder starkem Verschleiß ist ein rechtzeitiger Austausch wichtig.

Sicherheitsschuhe für Gastronomie und Großküchen müssen zu den tatsächlichen Arbeitsbedingungen passen. Zehenschutz und Rutschhemmung erfüllen unterschiedliche Aufgaben, können sich im Küchenalltag aber sinnvoll ergänzen. Während die Schutzkappe vor bestimmten mechanischen Einwirkungen schützt, unterstützt eine geeignete Laufsohle den Halt auf anspruchsvollen Böden.

Bei der Auswahl sollten Betriebe außerdem auf Passform, Material, Pflegeeigenschaften und die passende Schutzklasse achten. Eine sorgfältige Gefährdungsbeurteilung hilft dabei, die erforderlichen Eigenschaften zu bestimmen und geeignete Schuhe für Köche und Küchenpersonal auszuwählen.

 

 

 

 

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